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CONTAINERWISSEN / MASSE UND GEWICHT

Container-Maße und Paletten.
Was in 20′, 40′ und High Cube passt.

Ein 20′-Standardcontainer misst innen 5,90 × 2,35 × 2,39 m und fasst 33,2 m³. Der 40′ High Cube kommt auf 12,03 × 2,35 × 2,70 m und 76,3 m³. Einlagig passen 11 Europaletten in den 20′ und 24, knapp auch 25, in den 40′.

Container-Maße im Überblick

Außen sind Seecontainer genormt: 20′ und 40′ sind 2.438 mm breit, der Standardcontainer ist 2.591 mm hoch, der High Cube 2.896 mm (ISO 668, zitiert nach Hapag-Lloyd). Für Ihre Ladung zählen aber die Innen- und Türmaße, und die hängen von Bauart und Serie ab.

Die Tabelle zeigt die Nennwerte aus der Container-Spezifikation von Hapag-Lloyd, jeweils für die zuerst aufgeführte Serie. Alle Maße in Millimetern, Länge × Breite × Höhe.

TypInnenmaßeTür B × HVolumenTaraMax. Zuladung
20′ Standard5.900 × 2.352 × 2.3932.340 × 2.29233,2 m³2.300 kg30.200 kg
40′ Standard12.032 × 2.352 × 2.3952.340 × 2.29267,7 m³3.700 kg28.800 kg
40′ High Cube12.032 × 2.352 × 2.7002.340 × 2.59776,3 m³3.850 kg28.650 kg
20′ Reefer5.450 × 2.284 × 2.267, beladen bis 2.1842.290 × 2.26428,2 m³2.905 kg27.575 kg
40′ High Cube Reefer11.578 × 2.280 × 2.525, beladen bis 2.4252.276 × 2.53566,7 m³4.300 kg29.700 kg
20′ Open Top5.895 × 2.350 × 2.3802.338 × 2.280, Dach 5.338 × 2.23032,5 m³2.450 kg30.050 kg
40′ Open Top12.030 × 2.350 × 2.3772.338 × 2.292, Dach 11.573 × 2.21066,4 m³3.850 kg26.630 kg
20′ Flat Rack5.612 × 2.227 × 2.219 zwischen den Eckpfostenseitlich offenentfällt2.740 kg31.260 kg
40′ High Cube Flat Rack11.652 × 2.224 × 2.248 zwischen den Eckpfostenseitlich offenentfällt5.950 kg44.050 kg

Quelle: Hapag-Lloyd, Container Specification. Nennmaße, laut Hapag-Lloyd mit bis zu 10 mm Fertigungstoleranz. Die gezeigten Serien sind nach Angabe der Reederei nur ein Ausschnitt der Flotte.

Warum die Werte je Reederei schwanken

Schon innerhalb einer Flotte gibt es mehrere Serien. Bei Hapag-Lloyd trägt ein 20′-Standardcontainer je nach Serie 30.200 kg oder 28.180 kg, weil das zulässige Bruttogewicht einmal 32.500 kg und einmal 30.480 kg beträgt. Beim 40′ Standard liegt die Zuladung je nach Serie zwischen 26.700 und 28.800 kg, beim 20′ Flat Rack reicht sie bis 42.100 kg. Andere Reedereien setzen eigene Serien ein.

Verbindlich sind die Angaben am Container selbst: Das höchste Bruttogewicht steht auf dem CSC-Sicherheits-Zulassungsschild. Planen Sie knapp, fragen Sie die Werte des gebuchten Equipments vorher ab.

Reefer, Open Top und Flat Rack

Kühlcontainer sind innen kleiner. Beladen wird nur bis zur roten Ladelinie, damit die Kühlluft zirkulieren kann. Open Top ist für Ware gedacht, die von oben per Kran geladen wird oder über die Türhöhe hinausragt. Das Flat Rack trägt schwere Lasten und Übermaße, die volle Zuladung gilt aber nur, wenn das Gewicht über die gesamte Ladefläche verteilt ist.

Quellen: Hapag-Lloyd: Container Specification (PDF), undatiert, laut Dateiinformationen zuletzt 2020 geändert · GDV-Containerhandbuch, Kapitel 4.2.1.3, beide abgerufen am 27.09.2026.

Wie viele Paletten passen in einen Container?

Einlagig passen in einen 20′ 11 Europaletten oder 9 Industriepaletten. In einen 40′ oder 40′ High Cube passen 24 Europaletten, rechnerisch 25, oder 21 Industriepaletten, rechnerisch 22. Die Zahlen folgen aus den Innenmaßen oben und den Maßen der EPAL: Europalette 1.200 × 800 mm, Industriepalette EPAL 2 1.200 × 1.000 mm.

ContainerEuropalette 1.200 × 800Industriepalette 1.200 × 1.000
20′ Standard119
40′ Standard24, rechnerisch 2521, rechnerisch 22
40′ High Cube24, rechnerisch 2521, rechnerisch 22

Einlagig, ohne Überstand, berechnet aus den Hapag-Lloyd-Innenmaßen. Rechenweg unten.

Rechenweg im 20′

Die Innenbreite beträgt 2.352 mm. Zwei Paletten quer nebeneinander bräuchten 2 × 1.200 = 2.400 mm, das passt nicht. Die Lösung ist eine gemischte Stauung: eine Reihe quer, eine Reihe längs.

  • Europalette quer, also 1.200 mm in der Breite: 5.900 ÷ 800 = 7,4, somit 7 Paletten.
  • Europalette längs, also 800 mm in der Breite: 5.900 ÷ 1.200 = 4,9, somit 4 Paletten.
  • Zusammen 11 Paletten auf 2.000 mm Breite, 352 mm bleiben frei. Nur längs gestellt wären es 2 × 4 = 8.
  • Industriepalette: quer 5.900 ÷ 1.000 = 5,9, somit 5. Längs 5.900 ÷ 1.200 = 4,9, somit 4. Zusammen 9 auf 2.200 mm Breite.

Rechenweg im 40′ und 40′ High Cube

Beide haben dieselbe Grundfläche von 12.032 × 2.352 mm, der High Cube ist nur höher. Mit derselben gemischten Stauung ergibt sich:

  • Europalette: quer 12.032 ÷ 800 = 15,04, somit 15. Längs 12.032 ÷ 1.200 = 10,03, somit 10. Zusammen 25.
  • Industriepalette: quer 12.032 ÷ 1.000 = 12,03, somit 12. Längs 10. Zusammen 22.

Beide Werte lassen in der Länge nur 32 mm Luft. Bei 15 Paletten in einer Reihe reichen gut 2 mm Überstand je Palette, und die Reihe passt nicht mehr. Dazu kommt die Toleranz des Containers von bis zu 10 mm. Planen Sie deshalb mit einer Palette weniger in der Querreihe: 24 Europaletten oder 21 Industriepaletten.

Zweilagig laden und Fracht pro Palette

Stapelbare Ware lässt sich zweilagig laden. Werden die Paletten gestapelt eingefahren, begrenzt die Türhöhe den Stapel: Beim Standardcontainer sind das 2.292 mm, beim High Cube 2.597 mm. Rechnerisch bleiben je Lage höchstens 1.146 mm beziehungsweise 1.298 mm, jeweils inklusive Palette und abzüglich Luft zum Einfahren mit dem Stapler. Die Europalette selbst ist 144 mm hoch, die EPAL 2 162 mm.

Für die Kalkulation lohnt es, die Fracht auf die Palette herunterzurechnen: Gesamtkosten von Tür zu Tür geteilt durch die Zahl der Paletten. Passen durch gemischte Stauung 11 statt 8 Europaletten in den 20′, sinkt der Frachtanteil je Palette um 27 %. Welche Positionen in diese Gesamtkosten gehören, zeigt Seefracht-Kosten. Das Volumen gemischter Sendungen berechnet der CBM-Rechner.

Quellen: EPAL Deutschland: EPAL Europalette · EPAL Deutschland: EPAL 2 Palette, beide abgerufen am 27.09.2026. Innenmaße: Hapag-Lloyd, siehe oben.

Gewicht: was der Container trägt und was die Straße erlaubt

Ein 20′- oder 40′-Standardcontainer darf bei Hapag-Lloyd bis 32.500 kg brutto wiegen. Auf deutschen Straßen zählt aber das Gewicht des ganzen Fahrzeugs samt Container. § 34 Abs. 6 StVZO erlaubt als zulässiges Gesamtgewicht:

  • 40 t für Fahrzeugkombinationen mit mehr als vier Achsen, etwa eine zweiachsige Zugmaschine mit dreiachsigem Containerchassis.
  • 42 t im intermodalen Verkehr für eine zweiachsige Zugmaschine mit dreiachsigem Sattelanhänger, der Container bis 45 Fuß befördert.
  • 44 t im intermodalen Verkehr für eine dreiachsige Zugmaschine mit zwei- oder dreiachsigem Sattelanhänger.

Die 42 und 44 t gelten nur für intermodale Beförderungen im Sinne der EU-Richtlinie 96/53/EG. Gehört ein Schiff zur Kette, darf der Vor- oder Nachlauf auf der Straße in der EU höchstens 150 km lang sein. Die Achslasten sind in jedem Fall einzuhalten. Ob Ihr Nachlauf unter die Ausnahme fällt, klärt der Transportunternehmer.

Rechenweg für das Ladungsgewicht auf der Straße

Formel

Ladungsgewicht = zulässiges Gesamtgewicht − Leergewicht Zugmaschine − Leergewicht Chassis − Tara Container

Ein voll ausgelasteter 20′ wiegt brutto 32.500 kg: 2.300 kg Tara plus 30.200 kg Zuladung. Bei 40 t blieben für Zugmaschine und Chassis zusammen nur 7.500 kg, bei 44 t 11.500 kg. Ob das reicht, hängt vom Fahrzeug ab, das Leergewicht nennt Ihnen der Transportunternehmer. Bei schwerer Ware kann deshalb die Straße die Grenze sein und nicht der Container.

Wie schnell das Gewicht zur Grenze wird, zeigt die Räumte, also der Laderaum je Tonne Zuladung. Der 20′ bietet 33,2 m³ für 30,2 t, rund 1,1 m³ je Tonne. Ware mit mehr als etwa 0,9 t je m³ erreicht die Zuladung, bevor der Raum voll ist. Beim 40′ High Cube liegt diese Schwelle schon bei etwa 0,38 t je m³.

Schwere Einzelstücke brauchen zusätzlich Lastverteilung. Hapag-Lloyd nennt als maximale Streckenlast 4,8 t je laufendem Meter im 20′ und 3 t im 40′, bei Containern mit Stahlboden 7,6 und 6,0 t. Vor dem Verladen aufs Schiff muss der Versender außerdem das verifizierte Bruttogewicht (VGM) melden, durch Wiegen des beladenen Containers oder durch Addieren aller Packstücke, Paletten, Sicherungsmittel und der Tara (SOLAS Kapitel VI, Regel 2, seit 1. Juli 2016).

Quellen: § 34 StVZO, Achslast und Gesamtgewicht · GDV-Containerhandbuch: Räumte und Stauplanung · IMO: Verification of the gross mass · Hapag-Lloyd Container Specification, alle abgerufen am 27.09.2026.

Häufige Fragen

Wie groß ist ein 20-Fuß-Container innen?

Laut Hapag-Lloyd 5.900 × 2.352 × 2.393 mm bei 33,2 m³ Volumen. Die Tür ist 2.340 mm breit und 2.292 mm hoch. Andere Serien und Reedereien weichen um einige Millimeter ab.

Welche Maße hat ein 40-Fuß-High-Cube-Container?

Innen 12.032 × 2.352 × 2.700 mm, 76,3 m³, Tür 2.340 × 2.597 mm. Außen ist er 2.896 mm hoch und damit 305 mm höher als der 40′-Standardcontainer. Die Grundfläche ist gleich, einlagig passen also gleich viele Paletten hinein.

Wie viele Europaletten passen in einen 20-Fuß-Container?

Einlagig 11: eine Reihe mit 7 Paletten quer und eine Reihe mit 4 Paletten längs. Industriepaletten 1.200 × 1.000 mm passen 9 hinein.

Wie viele Europaletten passen in einen 40-Fuß-Container?

Rechnerisch 25, planbar sind 24. Bei 25 Paletten bleiben in der Länge nur 32 mm Luft, schon wenig Überstand verhindert dann die letzte Palette. Für Industriepaletten gilt dasselbe mit 22 und 21.

Wie viele Paletten passen in einen Kühlcontainer?

Im 20′ Reefer mit 5.450 × 2.284 mm Innenmaß ergeben 6 Paletten quer und 4 längs 10 Europaletten, bei Industriepaletten 5 und 4, also 9. Im 40′ High Cube Reefer mit 11.578 × 2.280 mm sind es 14 und 9, also 23 Europaletten, oder 11 und 9, also 20 Industriepaletten. Beladen wird nur bis zur Ladelinie.

Wie schwer darf ein beladener Container auf der Straße sein?

Der Container selbst darf bis 32.500 kg brutto wiegen. Für das ganze Fahrzeug gelten nach § 34 StVZO 40 t, im intermodalen Verkehr 42 oder 44 t, mit Schiff in der Kette nur bei höchstens 150 km Straße im Vor- oder Nachlauf.

Warum finde ich unterschiedliche Containermaße?

Reedereien setzen verschiedene Serien ein, mit Holz- oder Stahlboden und unterschiedlichem Bruttogewicht, dazu kommen Fertigungstoleranzen. Bei knapper Planung zählen die Daten des gebuchten Containers.

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